Europa, Demokratie und gesellschaftliche Verantwortung 73. Europäischer Wettbewerb Bundessiegerehrung

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BNS-Schüler Margarita Michel und Ole Darge ausgezeichnet

Im Jahr 2025 hat die Klasse 9a der Bischof-Neumann-Schule im Fach Politik und Wirtschaft am Europäischen Wettbewerb teilgenommen, der die Möglichkeit bot, auf verschiedenste Art und Weise die Themen „Gewalt ist keine Option“, „Klare Stimme – offenes Ohr“ und „Hier bin ich Mensch – darf ich´s sein!“ zu bearbeiten. Die Themen boten eine Verknüpfung, das eher trockene Thema „Europa“ mit Leben zu füllen und einen Lebensweltbezug herzustellen. So entstanden Musikvideos, Podcasts, Comics und auch eine Website (offline) rund um die Grundrechte, welche in der Charta der Europäischen Union niedergeschrieben sind. Für ihre kreative Arbeit haben alle Schülerinnen und Schüler eine Teilnahmeurkunde, Buchgutscheine und Schokoladen gewonnen – aber es gab auch besondere Auszeichnungen, darunter einen „Bundespreis“ für das Team von Margarita Michel und Ben Ole Darge.

Beide haben das Thema „Klare Stimme – offenes Ohr“ gewählt und untersucht, inwieweit Zensur und Meinungsfreiheit im künstlerischen, musikalischen und publizistischen Bereich existieren. Sie haben sehr gut herausgearbeitet, dass die Grundrechte innerhalb der EU gewahrt werden und es viele Beispiele weltweit gibt, wo die Meinungsfreiheit beschränkt oder gar nicht erst vorhanden ist.

Margarita berichtet im Anschluss von der Bundespreisverleihung in Fulda.

Dominic Dehmel,  der an der BNS zuständige Lehrer für den Europäischen Wettbewerb freute sich sehr über diese besonderen Auszeichnungen und bedankte sich bei allen Schülerinnen und Schülern: “Ich bin ziemlich sicher, dass die nächste Wettbewerbsrunde wieder mit interessanten Beiträgen von Schülerinnen und Schülern der BNS bereichert wird. Vielen Dank für alle Teilnehmenden der 9a, es war eine schöne Erfahrung!“

Bericht Margarita Michel:

„Die Teilnahme an der Bundessiegerehrung des 73. Europäischen Wettbewerbs am 18. Juni in Fulda war für mich ein unvergessliches Erlebnis. Die Preisverleihung fand im Fürstensaal des Fuldaer Stadtschlosses im Rahmen des Hessentags statt. Gemeinsam mit den anderen Bundespreisträgerinnen und Bundespreisträgern wurde ich herzlich empfangen. Schon beim Betreten des historischen Saals wurde deutlich, dass der Europäische Wettbewerb weit mehr ist als ein gewöhnlicher Schülerwettbewerb: Hier kamen junge Menschen zusammen, die sich auf ganz unterschiedliche Weise mit Europa, Demokratie und gesellschaftlicher Verantwortung auseinandergesetzt hatten.

Nach der Begrüßung sprachen der Hessische Minister für Kultus, Bildung und Chancen Armin Schwarz, der Fuldaer Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld sowie der Landesbeauftragte für den Europäischen Wettbewerb in Hessen, Roland Gawinski. In ihren Ansprachen betonten sie, wie wichtig es ist, dass junge Menschen sich mit europäischen Werten beschäftigen und Verantwortung für unsere Gesellschaft übernehmen. Anschließend wurden ausgewählte Bundesarbeiten aus den Bereichen Bild, Text und Multimedia vorgestellt.

Besonders spannend fand ich zu sehen, wie unterschiedlich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Wettbewerbsthemen interpretiert hatten. Trotz der verschiedenen Herangehensweisen hatten alle Beiträge eines gemeinsam: Sie regten zum Nachdenken an und zeigten, wie kreativ sich junge Menschen mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen auseinandersetzen.

Auch unser Projekt entstand im Rahmen des Politikunterrichts. Im Mittelpunkt stand die Bedeutung der Meinungsfreiheit in Europa und die Frage, welchen Beitrag Sprache, Literatur, Musik und Kunst zur Bewahrung demokratischer Werte leisten können.

Anhand von Beispielen wie Hannah Arendts Überlegungen zur Verantwortung des gesprochenen Wortes, George Orwells 1984, dem Widerstand der Weißen Rose sowie Werken von Ai Weiwei, Banksy und JR und Musik von Beethoven, Wolf Biermann und John Lennon wurde gezeigt, dass Meinungsfreiheit nicht nur ein Grundrecht ist, sondern von gegenseitigem Respekt, Toleranz und Dialog lebt.

Neben dem offiziellen Programm blieb auch Zeit, mit anderen Bundespreisträgerinnen und Bundespreisträgern ins Gespräch zu kommen. Der Austausch über die unterschiedlichen Projekte und Ideen war für mich einer der schönsten Teile des Tages. Es war interessant zu erfahren, wie vielfältig die Themen des Europäischen Wettbewerbs bearbeitet wurden und mit wie viel Kreativität sich Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland engagiert hatten.

Mein besonderer Dank gilt meinem Lehrer Herrn Dehmel. Er hat den Europäischen Wettbewerb in unseren Unterricht gebracht und uns ermutigt, uns intensiv mit einem gesellschaftlich relevanten Thema auseinanderzusetzen. Während der gesamten Arbeitsphase stand er uns mit fachlichen Anregungen, konstruktivem Feedback und viel Geduld zur Seite. Ohne seine Unterstützung und Engagement wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen.“

Text: Margarita Michel und Dominic Dehmel, Fotos Margarita Michel

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