95 Jahre Abitur - Drei Jubiläumsjahrgänge besuchen die BNS
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Am 19. und 20. Juni 2026 besuchten gleich drei Abiturjahrgänge die BNS.
Die Absolventinnen und Absolventen der Jahrgänge 1976, 2001 und 2006 trafen sich, teils mit ihren Familien, an der BNS und nahmen an Führungen durch Schulleiter Jens Henninger teil.
Die Wiedersehensfreude war groß, hatten sich die Ehemaligen doch teilweise seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen.
Die Schulleitung freut sich, dass so viele ehemalige Schülerinnen und Schüler auch nach vielen Jahren noch eine so enge Beziehung zu ihrer Schule aufrechterhalten.
Lukas Weber, BNS Abiturient aus dem Jahr 1976, hat den Schulbesuch anlässlich des 50jährigen Jubiläums in einem kleinen Bericht zusammengefasst:
Zeitreise nach 1976
Früher war nicht alles besser, aber vieles anders. Als die im Bild gezeigten Herren an der Bischof-Neumann-Schule vor genau einem halben Jahrhundert ihr Abitur bestanden haben, sind sie noch unter sich gewesen – die BNS war ein reines Jungengymnasium, wer Kontakt zum anderen Geschlecht wollte, versuchte es bei den Schülerinnen der Ursulinen. Einzigartig war damals die Ost-Ausrichtung des altsprachlichen Gymnasiums, was sich in der Auswahl der Sprachen niederschlug: Beginn mit Latein, von der Sexta bis zur Oberprima an jedem Tag der Woche einschließlich Samstag, dann Griechisch und schließlich die Wahl zwischen Russisch, Tschechisch und Polnisch, zwischendrin ein paar Jahre Englisch. Altgriechisch liegt nicht jedem, der Abiturjahrgang 1976 war er erste, der stattdessen Französisch wählen konnte, ein Segen für die meisten. Mittwochs verpflichtender Gang zum Gottesdient, Mathematik mit einem riesigen Rechenschieber, Sport auf einem Hartplatz mit gruseligem Belag oder im Hallenbad auf dem Schulgelände und Klassenfahrten nach Wien zum Heurigen oder nach Oberperfuss zum Skifahren. Das Ganze mit gelegentlich recht autoritären Lehrern, die es heute nicht mehr gibt.
Das Schwimmbad ist schon lange nicht mehr in Betrieb. Auch sonst hat sich in den vergangenen Jahrzehnten viel verändert, den Anbau etwa gab es noch nicht, eine Mensa auch nicht, wie Schulleiter Jens Henniger den in die Jahre gekommenen Besuchern bei einer kurzweiligen Führung zeigte. Die hatten sich zum Teil untereinander seit 50 Jahren nicht mehr gesehen, schwierig war deshalb die Suche nach den Klassenkameraden – die Empfehlung an alle Schüler von heute, die Ähnliches vorhaben, ist also, die Kontakte regelmäßig zu pflegen. 37 Sextaner weist der Jahresbericht 1968 aus, von denen einige im Internat untergebracht waren, davon sind durch viele Abgänge und mit ein paar Absteigern aus den oberen Rängen 15 Abiturienten übriggeblieben. Zwei sind inzwischen leider verstorben, ebenso wie die Klassenlehrerin Erika Donner. Ein paar konnten nicht kommen, aber das Treffen wurde angereichert durch zwei Ehemalige, die den Klassenverbund kurz vor dem Abitur verlassen hatten. Im Foto von links Dr. Alexander Muthesius, Johannes Boller, Christian Gaber, Richard Plesser, Dr. Lukas Weber, Stephan Bruckert, Sigurd Haarstark, Dr. Andreas Kirch, Dr. Wolfgang Hartel. Foto Jens Henninger
Lukas Weber


